Studienfahrt Paris

 

Studienfahrten der EvT nach Paris

 

<Patientez>

oder

Die Parisfahrt

 

Image

 

Am Bahnhof in Köln begann unsre Fahrt,

wir reisten auf angenehm zügige Art:

der Thalys brachte geschwind uns ans Ziel.

„Paris, wir kommen, geplant ist so viel!“

 

Wir Schüler aus Brühl und unsre Begleiter,

fuhren zielstrebig zum Hotel, dann weiter,

checkten rasch ein, nahmen Geld und Proviant,

die Routenführung lag in Frau Rosches Hand.

 

Am Fahrkartenschalter in der Metrostation

lernten wir die Bedeutung des Wortes schon:

<Geduld-Patientez. Bearbeitung dauert an>.

<Patientez, bitte warten>. – Nun seid ihr dran!

 

Pyramide, Louvre, Tuileries. Kurze Rast am See!

<Patientez>! Dann weiter zu den Champs-Elysées!

Schauen und kaufen, essen, flanieren,

Einkaufstüten bewundern und weiterspazieren.

 

Die Grande Arche am Abend lockte uns sehr.

In der Metro rannten zwei Jungs kreuz und quer.

Von der Gruppe getrennt, gerieten in Panik sie fast-

sprangen über die Sperre in deutlicher Hast.

 

<Patientez> hieß es wieder am Eiffelturm.

Die Menschenschlange zog wie ein Wurm

nur langsam voran im kühlen Wind.

Kapuzen und Schals halfen geschwind.

 

Bedeutungslos schienen oben Kälte und Müh:

diesen Ausblick vergessen wir sicher nie!

Die Mütze auf dem Kopf, die Stadt zu Füßen-

so konnte auch Herr Wachter die Aussicht genießen.

 

Am nächsten Morgen mit Schwung, gut gelaunt,

haben wir die Cathédrale Notre-Dame bestaunt.

Ein Schritt dort über den Point Zéro dann,

wir kommen bald wieder, wir glauben daran!

 

Noch viel war zu sehn, wir gingen weiter,

die Sainte-Chapelle erreichten wir heiter

und bestaunten der Fenster bunte Pracht,

sind diese denn wirklich von Menschen gemacht?

Galeries Lafayette, zur Sacré Cœur steil hinauf,

wir waren recht fit, trotz emsigem Lauf.

<Patientez! Eine Pause>! Dort machten wir Rast,

genossen die Aussicht, ganz ohne Hast!

 

Nach der Bootsfahrt am Abend im Nieselregen

waren zwei Schüler äußerst verwegen.

Sie warfen in der Metro ihre Fahrscheine fort,

prompt kamen Kontrolleure an diesen Ort.

 

<Patientez messieurs>! riefen die Lehrer aus.

<80 Euro Strafe- das wäre ein Graus>!

Der Herr war <gentil>, drückte ein Auge zu,

<Merci, monsieur>, riefen die Schüler im Nu.

 

Vom Tour Montparnasse sahen wir Licht an Licht-

und trauten doch unseren Augen nicht.

So schön war der Blick auf Paris bei Nacht-

<formidable>, das hatten wir nicht gedacht!

 

Durchs Marais ging es am Morgen dann hin,

nach einem Bummel stand uns der Sinn,

wir aßen leckere Crêpes am Centre Pompidou-

und machten dann unsere Koffer zu.

 

<Patientons> dachten wir, wir möchten noch Zeit,

doch leider war es dann schon soweit:

wir fuhren zurück nach Köln und dann Brühl

und nahmen mit der Eindrücke viel.

 

<Patientez> sagten die einen zu den andern,

wir werden wieder durch Paris dereinst wandern.

 

Das wünschen wir Lehrer unsern netten Schülern dann:

so soll es geschehen, bestimmt, irgendwann!


<Patientez, au revoir et bonne chance!>

Petra Rosche, Wolfgang Wachter und Irene Schwella

Image

 

 _________________________________________________________

 

"Le Dernier Métro" 

oder 

"Eine Kursfahrt nach Paris" 

 

 

Die Sonne schob sich hinter den Wolken hervor, als am frühen Morgen des 4. Juni insgesamt 33 Französischschülerinnen und Schüler der Jgst.10, 2 begleitende Lehrerinnen und 1 Lehrer frohgemut in den Reisebus einstiegen, um 3 Tage lang die Schönheiten der französischen Hauptstadt zu erleben.

 

Nach mehreren Stunden ruhiger Fahrt gelangte man schließlich in Paris auf den Boulevard Périphérique,  wo aber ein massiver Stau die Weiterfahrt behinderte. Doch dank der meisterlichen Fahrkünste des Chauffeurs, der in typisch französischer Manier jede Lücke nutzte, um sein Gefährt zwar zentimeterweise, doch zielstrebig voranzubringen, erreichte die Gruppe schon am Nachmittag das Hotel und machte sich sogleich auf den Weg, um mit der Metro die für diesen Tag im Besichtigungsprogramm vorgesehenen Sehenswürdigkeiten zu erreichen: Louvre, Champs-Elysées, Arc de Triomphe, Grande Arche und Tour Eiffel.

 

Der nächtliche Blick vom Eiffelturm auf die Lichter der Stadt versetzte in Hochstimmung, im wahrsten Sinne des Wortes. Noch ahnte freilich niemand, dass man hiervon noch lange würde zehren müssen!

 

Lange Menschenschlangen vor den Aufzügen kosteten Zeit, doch gelang es an der Station Bir-Hakeim in den Zug Richtung Nation einzusteigen. Was dann genau geschah ist etwas unklar, zweifellos wegen der Dunkelheit der Nacht.

 

Geplant war gegen 1 Uhr nachts in Richtung Bastille umzusteigen, aber die Ereignisse überschlugen sich förmlich.

Auf dem Bahnsteig informierte die Stimme aus dem  Lautsprecher die wartende Gruppe, dass nun  "Service terminé" sei, also vor dem Morgengrauen hier kein Zug mehr führe. Die erschrockene Gruppe lief zum nächsten Bahnsteig, ein kurzer Blick genügte, der ankommende Zug schien der richtige zu sein, mit einer gewaltigen Kraftanstrengung rannten 36 Brühler los, im letzten Augenblick hasteten alle in den Wagen, das Abfahrtsignal ertönte, man jubelte über den gelungenen Sprint, fuhr eine Station weiter, schaute auf den Namen der nächsten Station, traute seinen Augen nicht, der Zug fuhr weiter, ein Schreckensschrei in aller Munde, man war in die falsche Richtung gefahren, schnell sprangen alle an der nächsten Station aus dem Zug, wo erneut die Stimme aus dem Lautsprecher ertönte: "Service terminé"!  

 

Alle Bemühungen, noch mit einer anderen Linie oder mit dem Bus zurück zum Hotel zu kommen, waren vergeblich. So zog zwischen 1.00 und 2.30 Uhr die mit Rucksäcken bepackte Brühler Karawane durchs nächtliche Paris, und alle liefen und liefen zügig immer weiter. Der Weg, geschätzte 7 Kilometer, schien kein Ende zu nehmen, tat es dann aber doch. Erstaunlich, zu welchen sportlichen Leistungen man auch zur nächtlichen Stunde fähig ist, wenn es denn sein muss! Erschöpft sanken alle ins Bett, um nach kurzem Nachtschlaf bereitwillig und motiviert  weitere Aktivitäten zu genießen. Gemunkelt wird, der eine oder die andere habe sich nur durch den regelmäßigen Verzehr von Traubenzucker mobil gehalten, doch lüftet der Schleier der Nacht zum Glück nicht alle Geheimnisse!

 

Die nächtliche Herausforderung sollte das einzige wirkliche Abenteuer bleiben, doch die Schönheit der Stadt Paris mit ihren unvergleichlichen Sehenswürdigkeiten, die noch in den nächsten zwei Tagen besucht wurden, beeindruckte gleichermaßen.

 

Bei der Ankunft in Brühl waren Schüler/Innen und Lehrer/Innen in bester Stimmung, hatte man doch im freundlichen Miteinander aller Gruppenmitglieder unvergessliche Tage und Nächte in der französischen Hauptstadt verbracht. Und die Erweiterung des aktiven Vokabulars um das Schlagwort "Service terminé" kann wohl als Krönung von vier Jahren harter Wortschatzarbeit betrachtet werden.

 

"Bonne chance"  und jederzeit  "Bonne route" wünschen  allen Kursteilnehmern die nimmermüden begleitenden Lehrer

Petra Rosche - Wolfgang Wachter - Irene Schwella.

 
 
 

 

Zurueck nach oben