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Ein Erlebnis wie im Film – die 8b zu Besuch im Landgericht Bonn

Am vergangenen Montag besuchte die Klasse 8b im Zuge der Unterrichtsreihe „Recht und Gesetz“ im Fach Politik das Landgericht Bonn. Dabei durften sie an einer für sie sehr beeindruckenden Verhandlung vor dem Jugendschöffengericht teilnehmen. Der Fall, der Delikte wie Raub, Körperverletzung, sexuelle Übergriffe und Nötigung betraf, zog die Schüler*innen so sehr in den Bann, dass sie die über dreistündige Verhandlung bis zum Schluss konzentriert, aufmerksam und „mucksmäuschenstill“ verfolgten. Besonders betroffen sahen sie sich davon, dass der Angeklagte selbst noch sehr jung und die aufgerufenen Zeug*innen alle wie sie selbst zwischen 13 und 16 Jahren alt waren. 

Das festgelegte Strafmaß fiel angesichts der Traumata der Betroffenen in den Augen einiger Schüler*innen zu gering aus. Für die Klassenlehrerin Frau Hirzebruch war es daher wichtig, sich mit ihnen im Anschluss an die Verhandlung noch einmal bewusst zu machen, dass die Urteilsfindung zwar unter Abwägung der Straftat sowie der Betroffenheit der Opfer, aber eben auch der Biographie des Täters und eines psychologischen Gutachtens seinerseits stattfand. 

Auf diese Weise konnte der Besuch im Landgericht Bonn den Schüler*innen nicht nur praktische Einblicke in den Ablauf von Gerichtsverhandlungen geben, sondern sie in ihrer Beobachtungsrolle auch für die Wahrnehmung von gleichermaßen Betroffenen wie auch Straftäter*innen in ihrer Menschlichkeit sensibilisieren, was für uns auch als Schule in christlicher Trägerschaft ein besonderes Anliegen darstellt. 

Vor diesem Hintergrund brachte ein Schüler die Eindrücklichkeit der Erlebnisse des Tages mit folgendem Fazit auf den Punkt: „Ich kam mir vor wie im Film, obwohl es doch Realität war.“

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