Schulseelsorge an der Elisabeth von Thüringen Realschule

Seelsorge
Seelsorge ist zurzeit ein besonderes Thema an der Elisabeth-von-Thüringen-Schule. Nach einem schweren Unfall sieht sich der bisherige Schulseelsorger nicht mehr in der Lage, seine Aufgaben an unserer Schule wahrzunehmen. Diese Situation ist Anlass, neu darüber nachzudenken, was Seelsorge ist.


Seelsorge ist ein besonderes Aufgabengebiet katholischer Schulen. Was ist, was gehört zur Sorge um die Seele?


Der Begriff Seele ist sehr alt, er wird heute nicht mehr allzu häufig verwendet. Er hat vielfältige Bedeutungen. Im heutigen Sprachgebrauch versteht man unter Seele die Gesamtheit aller Gefühlsregungen und geistigen Vorgänge beim Menschen (Psyche). Seele gilt darüber hinaus aber auch als Ursache für das Fühlen, Empfinden und Denken des Menschen. In religiöser Sicht wird der Seele zugeschrieben, dass sie von Gott kommt und unsterblich ist. Leib und Seele werden als zwei Bestandteile des Menschen betrachtet.


Schule ist ein Raum, an dem das Lernen im Mittelpunkt steht. Zugleich ist Schule ein Ort, an dem Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer gemeinsam sehr viel Zeit verbringen. Dieses Lernen und Leben unter einem gemeinsamen Dach soll sich an dem Satz von Jesus orientieren, der im Johannesevangelium (Joh 10,10b) zu finden ist.


„Ich bin gekommen, dass sie das Leben haben und es in Fülle haben.“


Möglichst allen Seelen in der Schule soll es gut gehen. Dies ist ein sehr hoher Anspruch. Er kann nicht erfüllt werden, wenn sich nur ein Einzelner um die Seelen sorgt.  Jeder, der in unserer Schule lebt, ist vor dem Hintergrund der Botschaft der Evangelien und des christlichen Menschenbildes dazu aufgerufen, einen Beitrag zu einer lebensfreundlichen Gestaltung des Miteinanders und somit zur Seelsorge in der Schule zu leisten. Dadurch wird die Sehnsucht des Menschen nach einem Leben mit Sinn bzw. nach einem gelingenden Leben ernst genommen.

Zurueck nach oben