Ziele und Inhalte des Faches Deutsch

Ziele und Inhalte des Faches Deutsch 

 

Die Ziele und Inhalte des Faches Deutsch ergeben sich aus den in den Richtlinien vorgegebenen Aufgaben und Zielen der Realschule und den Kernlehrplänen für das Fach Deutsch.

Aufbauend auf den Lern- und Sozialerfahrungen der Grundschule werden die Schüler zur Fachoberschulreife geführt, die sie berechtigt, ihren Bildungsweg in einer Berufsausbildung oder in berufs- und studienbezogenen Bildungsgängen der Sekundarstufe II fortzusetzen.

Hieraus und aus dem Erziehungs- und Bildungsauftrag der Realschule ergibt sich besonders für das Fach Deutsch eine Verknüpfung der fachlichen Bildung mit der personalen und sozialen Erziehung der Schüler.

Die planvolle und systematische Weiterentwicklung der sprachlichen Fähigkeiten, die im Mittelpunkt der Arbeit des Deutschunterrichts steht, ist Voraussetzung dafür, dass die Schülerinnen und Schüler lernen, andere Menschen zu verstehen und sich mit ihnen zu verständigen. Dadurch werden sie in die Lage versetzt, gegenwärtige und zukünftige Lebensaufgaben angemessen zu bewältigen.

Durch die Beschäftigung mit Sprache und Literatur lernen die Schülerinnen und Schüler über sich selbst und die sie umgebende Welt nachzudenken und ihren eigenen Standpunkt zu finden. Die Auseinandersetzung mit den Standpunkten, Erfahrungen, Gefühlen, Werturteilen und Interessen anderer leistet einen Beitrag zur ethischen Urteils- und Handlungsfähigkeit. Sprachliches Handeln bedeutet soziales Handeln.

Vernünftiges und konsensfähiges Argumentieren, Diskutieren, Appellieren und Überzeugen leisten einen Beitrag, soziale Beziehungen aktiv mitzugestalten.

Inhaltliche und methodische Schwerpunkte

Die Schwerpunkte in den einzelnen Jahrgangsstufen basieren auf den Kernlehrplänen. Darüber hinaus wird besonderer Wert auf folgende Aspekte gelegt.

 

Jahrgangsstufen 5/6:

Der gezielten Förderung der Lese- und Rechtschreibkompetenz dient ein speziell für die Klassen fünf und sechs entwickeltes Förderkonzept, was neben dem regulären Deutschunterricht eingesetzt wird.

 

  1. Lesen

 

Alle Schülerinnen und Schüler haben in Kleingruppen eine Wochenstunde differenzierte Leseförderung anhand eines speziellen Übungsbuches. Lesefähigkeit und -technik werden erweitert und verschiedene Lesarten, wie zum Beispiel rhythmisches Lesen, schnelles Lesen, überfliegendes Lesen, sinnentnehmendes Lesen eingeübt. Neben der Erweiterung der sprachlichen Kompetenz und des Wortschatzes dient dieses Üben im Besonderen dem allgemeinen Textverständnis.

 

Wechselnde Aktivitäten, wie zum Beispiel Projekttage „Rund ums Buch“, runden den Schulalltag ab. 

Daneben arbeiten wir eng mit der Stadtbücherei und einer örtlichen Buchhandlung zusammen, um das Leseinteresse weiter zu wecken.

So erfahren die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe fünf in der Stadtbücherei eine lebendige Einführung in deren Aufbau, Systematisierung und Nutzung.

Anlässlich des UNESCO-Welttages des Buches besuchen die Klassen eine Buchhandlung, die sie sich über eine Rallye erobern dürfen. Im Rahmen der Gutscheinaktion der Stiftung Lesen erhalten sie abschließend ein Buchgeschenk. Nach dem Lesen dieses Buches können sie an einer Mitmachaktion zu dessen Inhalten teilnehmen, dabei ihr Textverständnis unter Beweis stellen und kreativ tätig werden.

 

In der Jahrgangsstufe sechs steht vor allem der Lesewettbewerb, der jährlich unter der Schirmherrschaft des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels bundesweit ausgerichtet wird, im Mittelpunkt des Förderprogramms. 

Alle Schülerinnen und Schüler der Stufe nehmen daran teil und ermitteln zunächst ihre Klassensieger. In einer zentralen Veranstaltung lesen diese gegeneinander um den Preis des Schulsiegers, der unsere Schule dann auf der nächsten Ebene, der Kreisebene, vertritt.

 

Eine Autorenlesung in einer der beiden Jahrgangsstufen gibt den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, einen Buchautor hautnah kennenzulernen und sich mit ihm/ihr über das Gelesene und seiner/ihrer Arbeit auszutauschen.

 

 

Unsere Schülerbücherei kann sowohl im unterrichtlichen Kontext als auch in der Mittagspause genutzt werden. Sie bietet den Schülerinnen und Schülern einen weiteren Zugang zu Büchern und die Möglichkeit, das Lesen in ihren Lebensalltag zu integrieren.

Sie ist ein Rückzugsort zum entspannten Lesen. 

Angefangene Bücher dürfen auch ausgeliehen werden, damit sie zu Hause zu Ende gelesen werden können.

Das Angebot an Büchern ist mit einer Vielzahl von Genres für die unterschiedlichen Interessen und Altersstufen ausgerichtet. Regelmäßig wird der Bestand auch auf der Grundlage von Schülerwünschen aktualisiert und erweitert.

Ein „Offener Bücherschrank“ bietet die Möglichkeit Bücher zu tauschen.

 

Wir unterstützen den Sommerleseclub, eine Ferienaktion der Stadtbücherei, für die Klassen fünf bis acht

 

 

2. Rechtschreibung 

 

Die Förderung der Rechtschreibung basiert auf den Ergebnissen eines objektiven Rechtschreibtests, der zu Beginn des Schuljahres in den Klassen fünf und sechs durchgeführt wird und zur Bildung homogener Kleingruppen führt.

In diesen Gruppen erhalten die Schülerinnen und Schüler ein grundlegendes systematisches Rechtschreibtraining. Über das begleitend eingesetzte Unterrichtsmaterial lernen sie Strategien des Rechtschreibtrainings kennen und üben ihren Einsatz, sodass sie sich mit deren Hilfe langsam sicherer fühlen und damit Selbstvertrauen gewinnen.

Am Ende des Halbjahres und zum Schuljahresende hin erfolgt eine Re-Testung, die Aufschluss über die Fortschritte der Rechtschreibleistung der Schülerinnen und Schüler geben soll.

Die ermittelten Fehlerschwerpunkte werden auch den Eltern mitgeteilt, damit sie zu Hause ihrem Kind gezielt weiterhelfen können.

Nur eine Zusammenarbeit von Elternhaus und Schule kann hier langfristig zum Erfolg führen.

 

2.1  Förderung bei besonderen Problemen des Erlernens der Rechtschreibung

 

Die Ermittlung einer solchen Schwäche erfolgt über die Deutschfachlehrer der jeweiligen Klassen.

Stellt der Fachlehrer über den Zeitraum von mindestens drei Monaten eine den  Anforderungen nicht genügende Leistung fest, so bietet er den Eltern eine freiwillige Testung an.

 

Lässt das Diagnoseverfahren den Schluss auf eine möglicherweise vorliegende Lese-Rechtschreib-Schwäche zu,  so informiert der/ die  DeutschfachlehrerIn die Eltern und den/ die betreffende(n) KlassenlehrerIn , der/ die  alle die betreffende Schülerin oder den betreffenden Schüler unterrichtenden Lehrer darüber unterrichtet. 

Ein Förderplan wird erstellt, der auch Strategien zum eigenverantwortlichen Arbeiten vermittelt.  Hinweise für die Eltern zum Nachteilsausgleich werden beigefügt.

 

Zusätzliche Förderkurse werden eingerichtet, sofern die Rahmenbedingungen es zulassen.

 

Auch Schülerinnen und Schülern der Klassen fünf, deren Eltern  bereits bei der Anmeldung eine Bescheinigung über eine Lese-Rechtschreib-Schwäche Ihres Kindes  vorgelegt haben, wird  im laufenden Schuljahr diese Testung angeboten, da nur bei aktuell ermittelten Werten bei gleichzeitiger Förderung ein Nachteilsausgleich für das laufende Schuljahr gewährt werden kann.

 

In Fällen, bei denen die nachhaltige Förderung der Schule nicht ausreicht, rät die Schule zu einer außerschulischen Förderung. 

 

 

Jahrgangsstufen 7/8:

Unterrichtsvorhaben werden durch außerschulische Aktivitäten wie Besuche von Theateraufführungen, Redaktionen oder der Teilnahme an Zeitungsprojekten wie „Zeitung in die Schule“ unterstützt.

 

Jahrgangsstufen 9/10:

Die Berufswahl wird durch eine Auseinandersetzung mit dem Themenfeld „Arbeit“ (Texte zur Arbeitswelt) und die Beschäftigung mit den formalen Merkmalen einer Bewerbung und den jeweiligen Situationen (Vorstellungsgespräch, Eignungstests) vorbereitet.

Das Verstehen und die Entschlüsselung literarischer Texte im Hinblick auf ihre Absicht und Wirkung werden geschult.

 
Zurueck nach oben